Großes Kino in der Zehntscheuer: Die Mund.art-Gala 2026 in Rottenburg
Schwäbische Mundart modern, weltoffen und voller Emotionen: Bei der zentralen Mund.art-Gala der diesjährigen Sebastian-Blau-Tage in Rottenburg feierten acht Preisträgerinnen und Preisträger die Vielfalt des Dialekts. In der fast ausverkauften Zehntscheuer stand ich gemeinsam mit großartigen Kolleginnen und Kollegen auf der Bühne und präsentierte meine Kurzgeschichte „Klingeling“. Ein Rückblick auf einen Abend, der mir noch lang in Erinnerung bleiben wird!
Letzten Samschdag, bei der zentralen Mund.art-Gala der diesjährigen Sebastian-Blau-Tage in Rottenburg – also am 26. September –, hieß es „Vorhang auf“ für acht Preisträger*innen des Sebastian-Blau-Preises. Zunächst einmal: Ich bin so stolz, mit dabei gewesen zu sein. Und der Abend war … mir fällt auf Anhieb gar kein einzelnes Wort ein, das ausreicht … ich muss nachdenken … lieber mehrere Worte: großartig, vielfältig, in den Bann ziehend, berührend und einfach positiv stimmend.
Vor etwa 130 Zuschauer*innen boten wir ein wunderbar buntes Programm: Von den liebevoll rezitierten Gedichten unseres Mundart-Patrons über unterschiedliche Geschichten, Lyrik im Poetry-Slam-Style und fantastischen Liedern bis hin zu intelligentem Kabarett war alles dabei. Und das Ganze auf Schwäbisch aus den unterschiedlichsten Regionen! Jeder einzelne Beitrag begeisterte das Publikum und lud zum Nachdenken, Mitgehen und zu stürmischem Applaus ein.
Meine Kurzgeschichte „Klingeling“: Altersarmut trifft neue Perspektiven
Ich selbst habe meine Kurzgeschichte „Klingeling“ vorgetragen. Darum geht es: Eine Flaschensammlerin – selbstkritisch, ein wenig weltverdrossen und mit einem klaren Blick auf ihre persönliche Geschichte der Altersarmut – findet im Mülleimer ein iPhone. Das bringt ihr zwar keine Aufstockung ihrer Rente, dafür aber eine völlig neue Perspektive … und noch viel mehr.
Was für einen Applaus hab ich bekommen! Und was für schöne, berührende Komplimente: für meine Geschichte, meinen Vortrag und meine nachdenkliche und doch positive Botschaft. Ich bin unfassbar dankbar und überglücklich. Es tut einfach richtig gut, wenn Menschen auf einen zukommen und so ehrlich ihre Anerkennung aussprechen.
Moderne schwäbische Kunst, die begeistert
Auch meine Kolleg*innen wurden vom Publikum gefeiert und mit Lob überschüttet. Die Zuschauer*innen waren spürbar offen für diese Vielfalt und für eine moderne, weltoffene und positive Interpretation schwäbischer Kunst.
Ich sage von Herzen Danke: an den unermüdlichen Organisator und Vorsitzenden des mund.art-Vereins, Wolfgang Wulz. An all die Helfer und Helferinnen, die mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit einen wunderbaren Rahmen geschaffen haben, sodass wir ganz entspannt performen konnten. An das fantastische Publikum natürlich. Und an meine lieben Kolleginnen und Kollegen auf der Bühne, die ich hier noch einmal herzlich drücke: die „Blau-Buaba“ Patrick Nagel und Marco Truffner, den Liedermacher Pius Jauch, die Liedermacherin Elena Seeger, die Literatin Susanne Zimmerer, den Poeten Klaus Schmidt und die Kabarettistin Marlies Blume.


