Es gibt Geschichten, die schreibt man nicht einfach – man lebt sie. Und genau so war es, als ich meine Geschichte für den neuesten Band von „Auf gut Schwäbisch“ – „Die Schwaben in der Welt“eingereicht hab.
In dieser Geschichte erzähle ich von einem Weg, der zuerst gar nicht so sehr nach weiter Welt klingt – nämlich den Umzug 200 Kilometer von Stuttgart nach Frankfurt – und sich doch manchmal anfühlt wie eine halbe Weltreise.
Und ich erzähle von meinen Auslandsaufenthalten, bei denen ich mein schwabisches Ich natürlich auch mitgenommen hab.
Von Mentalitäten, die aufeinanderprallen. Von der so sympathischen schwäbischen Direktheit, mit der man sich im Ausland besser etwas zurückhält.
Von Vorurteilen, die sich in Luft auflösen, sobald Menschen miteinander reden. Und von der leisen, warmen Sehnsucht nach dem, was man Heimat nennt.
Es ist wahrlich eine Geschichte über Schwaben in der Welt –
über Humor, Selbstironie, Begegnungen, Dialekt, und darüber, wie man plötzlich merkt,
dass man selbst dann ein Schwäble bleibt,
auch wenn man längst woanders wohnt.
Für mich war es ein besonderer Moment, Geschichte zu schreiben. Weil sie so viel von mir trägt:
meine Herkunft, meine Erfahrungen, meine Liebe zur Sprache und dieses feine, manchmal verschmitzte Beobachten, das Mundart so lebendig macht.
Und als ich dann erfahren durfte, dass meine Geschichte die Auftaktgeschichte geworden ist, da war ich mächtig stolz.
Und so ischs halt: Manchmal führt oin des Leben gar net so weit weg –
und trotzdem entdeckt mr die Welt.
Dieser Abend ist ein Highlight, das ich mit in meinem Herzen trage.